Kleine Materialkunde

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Leder:

Leder ist ein Werkstoff, der durch das Gerben von Häuten und Fellen unter Erhaltung der gewachsenen Fasern in ihrer natürlichen Verflechtung hergestellt ist. Leder kommt nicht "vom Meter", jedes Stück ist anders und bedarf der besonderen Verarbeitung und Pflege. Generell gilt: je weicher das Leder, desto begehrter ist es. Mit zunehmender Weichheit vermindert sich jedoch auch die Lebensdauer des Stückes und es wird empfindlicher bei Belastungen.

Die Tierhaut wird haltbar und zu Leder gemacht durch Gerben. Die Konservierung von Tierhaut ist fast so alt wie die Menschheit, die sich damit seit mehreren Tausend Jahren gegen Witterungseinflüsse und Kälte geschützt hat. Man unterscheidet zwischen mineralischen (vor allem Chrom) und vegetabilen (pflanzlichen) Gerbstoffen und der Fass- und Grubengerbung. Das Gerben von Leder ist eine Kunst, so wie Weinbau, und als solche gibt es leichte Variationen in Farbe und Textur.

Nicht zuletzt unter dem Gesichtspunkt des Umweltschutzes ist das uralte Handwerk des Gerbens einem herben Wandel unterzogen worden. Weltweit sind auch heute noch die Standards sehr unterschiedlich.

Sehr ausführliche Infos zu Leder findet man bei www.lederpedia.de.

Bridle Leder - dies ist eher ein Handels-Begriff als ein Leder Begriff. Im englischen ist Bridle die Bezeichnung für das überaus wichtige Halfter im Reitsport. Dafür wird normalerweise natürlich nur vegetativ gegerbtes, absolut strapazierfähiges und geschmeidiges Topleder verwandt.

Carving Leder - Amerikanische Bezeichnung für Leder das ausschliesslich mit rein pflanzlichen Mitteln gegerbt wird (vegetabile Gerbung). Diese Art der Gerbung ist zwar sehr zeitaufwendig, erzeugt dafür aber ein sehr festes und robustes Leder, das selbst bei grösserer Stärke angenehm geschmeidig und vor allem sehr haltbar wird (ähnlich dem Latigo Leder von Eyeland Enterprises). Levy's benutzt bei der Gerbung Gerbsäurebäder aus einer Kombination von Baumrinde (in der Regel Eichenrinde) und Wasser. Die Lederhaut wird für sieben Tage in aufeinanderfolgendenden Bädern mit verschieden konzertrierter Gerbsäure getränkt. Carving Leder ist das teuerste bei Levy's verwendete Leder.

Distressed Leder/Antikleder -Dieses Leder wird ganz speziell behandelt um es "alt, gebraucht" aussehen zu lassen, ohne dabei die hochwertige Lederqualität des neuen Leders zu beeinträchtigen. Die Methoden dafür sind verschieden. Jedoch besteht die besondere Kunst darin das Leder wirklich natürlich "gealtert" aussehen zu lassen.

Garment Leder - dies ist ein Handels-Begriff und kein Leder Begriff. Es wird auch 'Bekleidungs'-Leder genannt (garment = Kleidungsstück, Gewand). Garment Leder ist ein Chrom-tan Leder, das mit ganz speziellen Weichmachern behandelt wird, um es ganz weich und geschmeidig zu machen. In der Regel ist dieses Leder auch dünner und damit auch nicht so strapazierfähig als das normale Chrom-tan Leder. 

Genuine Leder - "Genuine Leather" ist die englische Bezeichnung für "echtes Leder". In der Regel handelt es sich hierbei um einfach verarbeitetes, aber absolut "echtes Leder". Leider werden unter diesem Begriff auch die sogenannten Billigleder verkauft. Da ich aber sehr großen Wert auf Qualität lege, finden Sie in meinem Sortiment nur "Genuine Leder" in bester Qualität.

Latigoleder - (von span. látigo = die Peitsche) ist ein festes, strapazierfähiges und offenporiges Rindsleder  Es kann vegetabil oder auch chromgegerbt sein und zeichnet sich dadurch aus, dass es nach dem Gerbprozess und dem Färben geölt wird. Dadurch gewinnt es einen weichen Griff. Bei Eyeland Enterprises wird das Latigo Leder vegetativ gegerbt, also mit rein pflanzlichen Mitteln (ähnlich dem Carving Leder von Levy's). Für die Gerbung wird ein Gemisch aus Talgen und Wachsen verwendet. Diese umweltschonende Art der Gerbung ist zwar sehr zeitaufwendig, erzeugt dafür aber ein strapazierfähiges und in seiner Charakteristik und natürlichen Schönheit einzigartiges Leder, das selbst bei grösserer Dicke angenehm geschmeidig und vor allem sehr haltbar wird.

Nappa Leder - ist die Allgemeinbezeichnung für Leder aus Häuten verschiedener Tiere, das narbenseitig verarbeitet wird. Es ist ein besonders weiches, vollnarbiges Glattleder.
Über die Entstehung des Begriffes Nappaleder gab es in der Vergangenheit die unterschiedlichsten Geschichten. Wahr ist jedenfalls dass es Nappaleder schon immer gab und in Gerbereien im Kalifornischen Nappavalley produziert wurden. Aber berühmt und für besondere Lederarten verwendet wurde der Begriff 'Nappa' erst nachdem etwas völlig Neues gemacht wurde.
Heute ist Nappaleder ein Sammelbegriff für besonders geschmeidiges Glattleder aller Tierarten und Verwendungszwecke.

Nubuk Leder - hat eine weiche, offene Oberfläche und ist samtartig kurz geschliffen. Es kann heller oder dunkler aussehen, je nachdem in welche Richtung es gestrichen wird. Im Gegensatz zum Nubuk ist das Velourleder deutlich aufgerauter.

Oil-Tan Leder - Dieses Leder wird zusätzlich in eine schützende Öl-Lösung getaucht. Für den Einsatz "on the Road" ist dieses Leder geradezu ideal, da es nicht nur weich und angenehm geschmeidig ist, sondern vor allem auch sehr strapazierfähig und pflegeleicht.

Rauleder - Als Rauleder bezeichnet man alle in der Oberfläche geschliffene Leder mit einer mehr oder weniger samtigen Oberfläche (aufgerauht). Es ist der Oberbegriff für alle velourigen Leder.

Rindsleder (Bovine leather) - ist das am weitesten verbreitete Leder. Rindsleder werden für Sohlen und Oberleder von Schuhen, für Auto- und Möbelleder, Riemen, Sättel und vieles andere verarbeitet. Da das Fleisch vom Rind weltweit konsumiert wird, fallen auch ausreichend Rohhäute für die Lederherstellung an, und der Preis ist daher erschwinglich. Rindsleder sind stabil und fest und daher vielfältig einsetzbar.

Velour Leder - ist ein in der Oberfläche geschliffenes Leder mit einer mehr oder weniger samtigen Oberfläche. Die Vorteile sind ein angenehm warmer Griff und eine schöne Struktur. Dieses Leder ist sehr atmungsaktiv und offenporig, dadurch kann auch der Schweiß sehr gut hindurch wandern. Veloursleder stammt immer aus der Fleischspalte der Haut. Der qualitätvollere Obernarben wird dabei für andere Teile verwendet. Wildleder bezeichnet weniger die Oberfläche als vielmehr die Herkunft, nämlich von einem Wildtier. Was im Volksmund oft fälschlich als Wildleder durchgeht, wird in der Lederindustrie korrekt als Veloursleder bezeichnet.

Kunstleder - oder auch Textilleder gennannt ist eine preisgünstige Alternative zum natürlichen "Echten" Leder. Unter Kunstleder versteht man Materialien, die wie Leder aussehen, aber aus einem Naturfasergewebe oder Kunstfasern bestehen, die mit einer weichen Polyurethan-Schicht beschichtet sind. Kunstleder werden in fast allen Bereichen, wo auch Leder eingesetzt wird, verarbeitet: bei Schuhen, Bekleidung, Möbeln oder Fahrzeugleder. Optisch ist es den Herstellern sehr gut gelungen, eine Lederoberfläche zu imitieren. Das günstige Kunstleder oder auch Textilleder ist sehr weich und griffig und schmiegt sich wunderbar an den Körper an. Allerdings in puncto Langlebigkeit, Rissfestigkeit und Atmungsaktivität etc. kann es mit "echtem" Leder nicht mithalten.
Ein Merkmal von Kunstleder ist in der Regel eine textile Rückseite, die mit dem Kunststoff beschichtet ist. Auch ist das Narbenbild bei echtem Leder unregelmäßiger, da Kunstleder maschinell geprägt werden muss, wodurch sich eine gleichförmigere Oberfläche ergibt.

 

Filz:

Tradition und Innovation. Wollfilz ist einer der ältesten textilen Werkstoffe in der Geschichte der Zivilisation. Archäologische Funde, die den Filzgebrauch belegen, datieren in die Jungsteinzeit. Bei den Funden handelt es sich um Reste, die als gepresste Tierhaare identifizierbar waren. Dass gefilzte Gegenstände noch älteren Datums kaum auffindbar sein werden, liegt an der guten Kompostierbarkeit des Materials.

Auch wenn im Laufe der Jahrhunderte die Verfahren zur Herstellung verfeinert wurden, so hat sich am Herstellungsprinzip und den Basisrohstoffen nichts geändert. Schafwolle bzw. Wollfasern werden solange durch Feuchtigkeit, Wärme- und Reibung verfilzt und verfestigt, bis ein homogenes textiles Flächengebilde entsteht, der Wollfilz. Der Werkstoff der 1000 Möglichkeiten hat gerade in den vergangenen Jahren eine Renaissance erlebt. Obwohl ständig raffiniertere Kunststoffe entwickelt wurden, konnten diese den Filz dank seiner hervorragenden und vielseitigen Eigenschaften nicht verdrängen.

  • ...isoliert gegen Hitze und Kälte
  • ...nimmt Flüssigkeiten auf und gibt sie ab
  • ...dämpft Schwingungen
  • ...absorbiert Schall
  • ...speichert Wärme
  • ...schützt vor Schmutz
  • ...polstert und schont vor mechanischer Beschädigung

Wer noch mehr über dieses faszinierende Material wissen möchte, mehr Infos gibt's hier:
Wikipedia - Filz
Die Hompepage unseres Herstellers M&K

 

Baumwolle:

Die Baumwolle gehört mit zu den bedeutendsten und ältesten Textilrohstoffen der Welt. Bereits seit Tausenden von Jahren kennt man die Baumwolle als Kulturpflanze.
Ihre Leichtigkeit, ihre Saugfähigkeit und ihre Reissfestigkeit machen diese antike Kulturpflanze auch heute noch zu einem tollen und unersetzlichem Rohstoff für die Textilindustrie. Die natürlichen Baumwollstoffe gelten als sehr hautfreundlich (sie „kratzen“ nicht) und haben ein äußerst geringes Allergiepotential.
Ursprünglich stammt die Pflanze, die sehr viel Sonne und vor allem auch sehr viel Wasser für ihr Wachstum benötigt, aus den Tropen und Subtropen. Doch da sich die kostbare weiße Watte der Baumwolle bei Regen mit Wasser vollsaugt und verfault, wurde und wird das durstige "weiße Gold" vor allem auch in Trockengebieten angebaut und künstlich bewässert.
Heute jedoch gilt  das "Naturprodukt Baumwolle" vor allem durch den Anbau in Monokulturen als das landwirtschaftliche Produkt mit dem höchsten Einsatz an Chemikalien. Insbesondere durch den hohen Verbrauch an Mineraldünger und Pestiziden trägt der Baumwollanbau erheblich zum weltweiten Kohlendioxid-Ausstoß bei. Außerdem wird der extrem hohe Wasserbrauch beim Anbau und Verarbeiten der Baumwolle von den anerkannten Umweltschutzorganisationen immer wieder angemahnt.

Cotton Tweed - Der Begriff 'Tweed' stammt ursprünglich aus Schottland und bezeichnet eigentlich Wollstoffe aus "Streichgarnen" in Köperbindung. Früher wurden damit handgewebte, meist köperbindige Gewebe mit eingestreuten Noppen aus grobem Wollgarn bezeichnet. Das Gewebe findet zum Beispiel mit karierten Mustern als Material für Schottenröcke Verwendung. Daneben wird es heute als Stoff für Kostüme, Mäntel, Anzüge und Hüte verwendet.

Leinen:

Unter Leinen versteht man das Gewebe der aus Flachs gewonnen Flachsfaser
Bereits vor 6000 bis 7000 Jahren wurde Leinen in Ägypten, Mesopotamien und Phönizien systematisch verarbeitet.  Seit dem späten 19. Jahrhundert wurde Leinen fast völlig durch die Baumwolle verdrängt, gewinnt aber als ökologische Naturfaser wieder an Bedeutung. Als natürliche Faser besitzt Leinen antiallergische Eigenschaften. Leinenstoffe sind gesund und frei von hautreizenden Eigenschaften. Sie verfügen erwiesenermaßen sogar über eine Heilwirkung bei bestimmten Hautleiden. Sie sind antistatisch - ziehen also keinen Staub an. Im Übrigen ist die Flachsfaser von allen Textilfasern die umweltfreundlichste: Ihr Anbau schützt den Boden, ihre Verarbeitung berücksichtigt das Ökosystem und die aus ihr gewonnenen Stoffe sind biologisch abbaubar. Auf den naturgegebenen Vorzügen wird während des gesamten Produktionsprozesses aufgebaut, sie werden ergänzt und zur Geltung gebracht: ob beim Weben, Stricken oder Veredeln - in jeder Verarbeitungsphase werden Ästhetik, Komfort, Knitterfreiheit und Pflegeeigenschaften der Leinenprodukte durch modernste Technologien optimiert. Flachsfasern sind bei weitem die solidesten aller natürlichen Textilfasern. Mehr noch, Leinen rangiert dank seiner Robustheit unter den Materialien unmittelbar nach Spezialstahl, der wegen seiner hohen Reißfestigkeit verwendet wird. Die Reißfestigkeit der Flachsfasern verleiht Leinen hohe Formbeständigkeit, eine hohe mechanische Festigkeit und unvergleichbare Langlebigkeit.

Hanf:

Hanf zählt mit zu den ältesten Nutz- und Zierpflanzen der Welt. Hanf ist so vielfältig nutzbar wie kaum eine andere Pflanze. Der Hanf liefert Kleidung und Nahrung, Öl und Energie, Papier und Baustoffe, Medizin und auch Rauschmittel. Die Hanfpflanze benötigt für ihr Wachstum keine Pflanzenschutzmittel und erbringt dennoch dreimal soviel Fasern wie ein Baumwollfeld, viermal soviel Papier wie Wald. Im 17. Jahrhundert, zu den Hochzeiten der Segelschifffahrt, erlebte der Hanf in Europa seine Blütezeit. Fast alle Schiffsegel und fast alles Takelwerk, Seile, Netze, Flaggen bis hin zu den Uniformen der Seeleute wurden aufgrund der Reiß- und Nassfestigkeit aus Hanf hergestellt. Bis ins 18. Jahrh. waren Hanffasern zusammen mit Flachs, Nessel und Wolle die Rohstoffe der europäischen Textilindustrie. Aus den Hadern (Lumpen) wurde Zellstoff für die Papierproduktion hergestellt. Der Niedergang der deutschen und europäischen Hanfwirtschaft begann im 18. Jahrh. und setzte sich bis ans Ende des 20. Jahrh. fort, wo Hanf fast bedeutungslos geworden war. Durch die Mechanisierung der Baumwollspinnerei trat die Baumwolle ihren Siegeszug um die Welt an. Gleichzeitig geriet der Nutzhanf infolge der Marihuana-Prohibition unter Druck: In vielen Ländern der Erde wurde der Hanfanbau - unabhängig davon, ob es sich um Nutz- oder Drogenhanf handelte - verboten und ist es teilweise bis heute.
Hanftextilien haben eine sehr hohe Verschleissfestigkeit, eine hohe Saugfestigkeit, fusseln nicht, sind widerstandsfähig gegen Nässe und stark belastbar. Nicht nur, dass Hanffasern erheblich reißfester (drei mal so reißfest wie Baumwolle) und damit haltbarer als Baumwollfasern sind, auch ist dieser atmungsaktive Stoff durch sein gutes Absorptionsvermögen bestens geeignet für empfindliche Haut und Allergiker. Bleibt zu hoffen, dass sich auch die Industrie diesem neuen alten Markt öffnet.

Kunstfasern:

Aufgrund der modernen Produktionsverfahren ist es heute schwierig eine generelle Unterscheidung der aus Kunstfasern hergestellten Gitarrengurte nach Pro und Contra vorzunehmen. Generell kann man aber bei den Kunstfasern sagen: Die Qualitätsunterschiede liegen in der Herstellung, je nachdem wie sie produziert wurden. Qualitätsunterschiede erkennen Sie daran, wie sich das Gewebe anfühlt: Je weicher und angenehmer, desto atmungsaktiver aber auch teurer.

Alcantara wird manchmal fälschlicherweise als Leder oder Kunstleder bezeichnet, ist aber ein Mikrofaserstoff basierend auf Polyester und Polyurethan. Durch Extrusion lässt sich aus den beiden miteinander vermischten Grundkomponenten ein extrem dünner Faden herstellen, aus dem sich besonders weiche und anschmiegsame Materialien herstellen lassen, die in ihrer Oberflächenbeschaffenheit an Veloursleder erinnern. Es kommt in verschiedenen Bereichen der Textilverarbeitung zum Einsatz, so zum Beispiel für Bekleidung, Dekostoffe oder im Innenbereich von Autos. Es ist ebenso teuer wie hochwertig. 
Alcantara fühlt sich sehr weich an, ist antistatisch, strapazierfähig, reinigungsfreundlich, atmungsaktiv, elastisch, allergieneutral und lässt sich leicht und faltenfrei aufspannen. Gegenüber Leder ist Alcantara atmungsaktiver und rutschhemmender. Für bestimmte Backings von Gitarren-/Bassgurten also nahezu ideal.

Nylon (chemische Bezeichnung: Polyhexamethylenadipinsäureamid) ist eine Markenfaser aus Polyamid und war die erste synthetische Faser die vollständig synthetisch (aus Kohlenstoff, Wasser, Luft) hergestellt wurde. In der Regel verbindet man mit dem Begriff „Nylon“ Feinstrumpfhosen für Damen. Nylonstrümpfe, fein wie Seide und doch fester als Baumwolle, kamen in den 40er Jahren auf den Markt und wurden sofort ein Verkaufsschlager. Nylonfasern sind im Vergleich zu natürlichen Fasern wie z.B. Seide glänzender und leichter, reißfest, extrem belastbar, knitterfrei, mottensicher, laugensicher und gut färbbar.

Polyester sind vielseitig einsetzbare Kunststoffe, die uns im täglichen Leben ständig begegnen. Aus Polyestern kann man alle möglichen Dinge herstellen, neben Textilfasern (u.a. Trevira®, Dacron®, Diolen®) z.B. die bekannten Plastik-Getränkeflaschen, die aus PET (Abkürzung für den zungenbrecherischen Namen PolyEthylenTerephthalat) bestehen, und andere Lebensmittelverpackungen. Auch CDs bestehen aus einem Polyester, nämlich aus Polycarbonat, einem Ester der Kohlensäure. Generell werden als Polyester alle Stoffe bezeichnet, die Esterbindungen enthalten, ihre unterschiedlichen Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten hängen von den Monomeren ab, aus denen sie hergestellt sind. Polyester ist reißfest, leicht und nimmt nahezu keine Feuchtigkeit auf. Ein Manko ist die hohe statische Aufladung bei Trockenheit, wodurch es relativ schmutzempfindlich wird. Polyester bietet eine ausgewogene Relation zwischen Isolation, Feuchtigkeitstransport, Reiß- und Scheuerfestigkeit und ist daher derzeit die am häufigsten verarbeitete Faser.

Polypropen (Polypropylen oder PP) ist ein vergleichsweise junger Kunststoff. Er wurde 1954 zum ersten Mal vom Wissenschaftler Giulio Natta in Italien synthetisiert und industriell hergestellt. Die hervorragenden Eigenschaften des Polypropylens kennt wohl jeder von uns aus der Sport- und Outdoorbekleidung. Elastisch, dauerbiegsam, reißfest, säurebeständig .... dies sind nur einige Begriffe, die die Vorzüge dieses Materials beschreiben. Somit ist der Gurt extrem strapazierfähig und für exzessive Bühnenauftritte geradezu ideal. Nur eines sollten Sie beachten - immer schön cool bleiben, denn er ist nicht hitzebeständig.

Stretch - Die Bezeichnung "Stretch" wurde vom Englischen stretch - spannen, dehnen abgeleitet. Hergestellt wird das Stretchgewebe durch die Kombination spezieller elastischer Fäden mit nichtdehnbaren Garnen. Kennzeichnend für das Gewebe ist die Dehnbarkeit sowohl in Längsrichtung als auch in Querrichtung.

Neopren ist die Handelsbezeichnung für einen Synthetikkautschuk (Chloropren-Kautschuk, Polychloropren oder auch Chlorbutadien-Kautschuk). „Zellkautschuk“ oder „Zellgummi“ sind Bezeichnungen für Neoprene bzw. Chloroprene (CR). Es sind Bezeichnungen für einen besonders feinporigen und elastischen Schaumstoff.1930 wurde von Arnold Collins zum ersten Mal Polychloropren unter wirtschaftlich günstigen Bedingungen im Emulsionsverfahren polymerisiert. Im Jahr 1932 brachte die US-amerikanische Firma DuPont das Polymer zunächst unter dem Namen Duprene, 1938 dann als Neoprene auf den Markt. In den folgenden Jahrzehnten gab es diverse Verbesserungen in Bezug auf das Herstellverfahren und Polymereigenschaften. Beim Einsatz von Neopren in der Herstellung von Gitarren-/Bassgurten wird geschäumtes Neopren verwendet. Geschäumtes Neopren wird unter anderem auch im medizinischen Bereich z. b. für Sportbandagen hergestellt.