Archiv für die Kategorie „Jazz“

Larry Carlton & Tak Matsumoto: Take Your Pick

Freitag, 27. August 2010

Larry Carlton & Tak Matsumoto, Take your pick

Eastern meets Western Guitar styles – unter dieser Überschrift ließe sich wohl am Besten das neueste Projekt von Larry Carlton und Takahiro Tak Matsumoto beschreiben. Beide zählen zu den ganz Großen im Jazz-, Rock- und Fusion-Bereich:
Larry Carlton wurde sowohl für seine Soloarbeit als auch zusammen mit seinen Bands wie Fourplay oder den Crusaders mit zahlreichen Grammy-Nominierungen und drei gewonnenen Grammies ausgezeichnet. Mehr als 3.000 Sessions, 200 Hitalben und über 100 Goldene Schallplatten haben sich im Laufe seiner Musikerkarriere angesammelt. In seinen Hochzeiten spielte Carlton ca. 50 Aufnahme-Sessions pro Monat, u.a. für Joni Mitchell, Sammy Davis Jr., Herb Alpert, Quincy Jones, Paul Anka, Michael Jackson, John Lennon, Jerry Garcia, Dolly Parton und Steely Dan. Carltons Einspielung des Solos zum Titel “Kid Charlemagne” von Steely Dan wurde vom Musikmagazin Rolling Stone zu einem der fünf besten Gitarrensoli in der Geschichte der Rockmusik gewählt.
Der japanische Musiker Takahiro Tak Matsumoto gehört nicht nur zu den renommiertesten Gitarristen des asiatischen Raumes. Zusammen mit seiner Band B z – bei der er als Gitarrist, Songschreiber und Produzent fungiert, hält er außerdem noch immer den Verkaufsrekord einer japanischen Band in seinem Heimatland. Zudem kann er auf gemeinsame Projekte mit Steve Vai (Asian Sky aus dem Jahre 1999) oder Billy Sheehan, Eddie Van Halen und Aerosmith zurückgreifen.

Take your pick” vereint nun auf das vortrefflichste beider Welten, eine Tour de Force durch alle Spielarten des Jazz-Rock. Unterstützt werden Carlton und Matsumoto dabei von Billy Kilson (Schlagzeug), Michael Rhodes (Bass), Keyboarder Jeff Babko und der Bläsergruppe Mark Douthit, Mike Haynes und Barry Green.

Interessante Artikel:
Rocktimes – CD-Review: Larry Carlton & Tak Matsumoto / Take Your Pick
Interview mit Larry Carlton bei Gibson.com: Larry Carlton – die Legende
Interview mit Tak Matsumoto bei Gibson.com: The Gibson Interview: Tak Matsumoto

Mehr Infos zu Larry Carlton gibt’s hier:
Die offizielle Homepage von Larry Carlton: www.larrycarlton.com
Larry Carlton bei MySpace: www.myspace.com/larrycarlton335
Larry Carlton bei Wikipedia.de: de.wikipedia.org

Mehr Infos zu Tak Matsumoto gibt’s hier:
Tak Matsumoto bei wikipedia.de: de.wikipedia.org
TMG (Tak Matsumoto Group) bei MySpace:
www.myspace.com/tmgtakmatsumotogroup
Offizielle B’z Homepage: http://bz-vermillion.com/

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Interview mit den beiden Mandolinen-Virtuosen David Grisman und Chris Thile

Donnerstag, 5. August 2010

Beim Stöbern im Internet habe ich heute beim Fretboard Journal ein amüsantes und interessantes Interview mit den außergewöhnlichen Mandolinisten David Grisman und Chris Thile entdeckt. Für die Fans und Liebhaber der Mandoline wirklich empfehlenswert. Hier der direkte Link zum Interview:
www.fretboardjournal.com/magazine/generation-gab

David GrismanDavid Grisman:
Seit mittlerweile über 40 Jahren spielt und entwickelt der Mandolinist und Komponist David Grisman seine nach ihm benannte “dawg-music“- ein ganz eigener Musikstil, beeinflußt vom Swing, Bluegrass, Latin, Jazz und Gypsy.

David Grisman, aufgewachsen in New Jersey, entdeckte die Mandoline als Teenager. Trotz der Warnung seines Klavierlehrers, die Mandoline sei kein “richtiges” Instrument, erlernte er bei Ralph Rinzler das Mandolinenspiel ganz im Stile von Bill Monroe, dem “father of bluegrass music”.

1963 machte er dann seine ersten Aufnahmen als Musiker (mit der Even Dozen Jug Band) und als Produzent (Red Allen, Frank Wakefield and the Kentuckians). 1966 war er festes Mitglied der Bluegrass Band “The Kentuckians“. Bereits während des Studiums seiner musikalischen Vorbilder wie Bill Monroe, Jese McReynolds und Frank Wakefield begann Grisman mit der Komposition seiner eigenen Musik. Während dieser Zeit spielte er auch zusammen mit Peter Rowan und Jerry Garcia, mit denen er später die Band “Old & in the Way” gründete.

1967 während David noch beim Folk-Rock Ensemble “Earth Opera” spielte, begann sich sein Interesse auf den Jazz auszudehnen. Ein misslungener Versuch das Alt-Saxophon zu erlernen, brachte ihn zum Studium der Jazzmusik und Jazztheorie. In der Zwischenzeit gab ihm seine aufkeimende Karriere als Session-Musiker die Möglichkeit seine Fähigkeiten auf der Mandoline auch auf andere Musikrichtungen auszudehnen. Heute umfaßt seine Diskographie Aufnahmen mit Bela Fleck, the Grateful Dead, Stephane Grappelli, Emmylou Harris, Chris Isaak, Dolly Parton, Bonnie Raitt, Linda Ronstadt , Earl Scruggs, Dan Fogelberg, Maria Muldaur, John Sebastian and James Taylor.

Als David zusammen mit dem Geiger Richard Greene 1974 die “Great American Music Band” gründete hatte sein einzigartiger instrumentale Stil endlich ein Zuhause gefunden. “Nichts gegen Sänger”, sagte David, “aber mir klar, dass ich 90 Minuten ohne einen spielen konnte. Ausserdem hat Elvis nie angerufen”.

1976 gründete Grisman zusammen mit dem Gitarren-Virtuosen Tony Rice, dem Bassisten/Mandolinisten Todd Phillips und dem Geiger Darol Anger das bereits zu Lebzeiten legendäre “David Grisman Quartett“. Zwischenzeitlich wurde daraus das “David Grisman Quintet”.

In den vergangenen 25 Jahren hat das DGQ zahlreiche Wettbewerbe und Awards gewonnen und war Headliner bei vielen großen Jazz-, Folk- und Bluegrass-Festivals rund um den Globus. Die heutigen Bandmitglieder von DGQ sind: Jim Kerwin (Bass), Joe Craven (Multi-Instrumentalist), Matt Eakle (Flöte) und der Argentinier Enrique Coria (Gitarre).

Chris ThileChris Thile:
Das Wunderkind Chris Thile veröffentlichte bereits mit 12 Jahren sein erstes Soloalbums “Leading Off …“. Mit 20 Jahren dann, nach der Veröffentlichung seines dritten Albums “Not All Who Wander Are Lost” im Jahr 2001 bezeichnete man ihn bereits als “Virtuoso”. Brilliant, absolut fantastisch, atemberaubend – so die Beschreibungen für sein außergewöhnliches Talent beim Spiel auf der Mandoline. Sicherlich berauschende Töne für einen jungen Künstler der gerade Mal dem Teenager Alter entwachsen war.

Neben seiner Arbeit als Solo-Künstler war Chris Thile für mehr als zehn Jahre Mitglied der Band “Nickel Creek“, zusammen mit den Geschwistern Sara Watkins und Sean Watkins. Im Jahr 2002 gewannen “Nickel Creek” ihren ersten Grammy in der Kategorie “Best Contemporary Folk Album”.

Ein Jahr zuvor wurde Chris Thile von der Instrumental Bluegrass Association mit dem Titel “Mandolinen-Spieler des Jahres” ausgezeichnet. Gleichzeitig wurde “Nickel Creek” als “Instrumental Group of the Year” ausgezeichnet. Im gleichen Jahr waren Nickel Creek auch für die CMA Vocal Group of the Year und den Horizon Award nominiert.

2003 veröffentlichte der stets quirlige Chris Thile zusammen mit Mike Marshall das Duett-Album “Into the Cauldron“. Die Musik auf diesem Album enthält neben eigenen Kompositionen auch Werke von Charlie Parker und J.S. Bach. Ein Jahr später veröffentlichte Thile “Deceiver“. Ein komplett eigenes experimentelles Album, auf dem er alle Instrumente (E-Gitarre, Klavier, Schlagzeug, Violine, Viola, Cello und Bass) selbst eingespielt hat.

Nachdem “Nickel Creek” 2006 beschlossen hatten auf unbefristete Zeit eine Pause einzulegen, konnte sich Chris Thile neuen Projekten zuwenden. Noch im gleichen Jahr gründete er die Bluegrass-Band “How to Grow a Band“. Mit den Bandmitgliedern Gabe Witcher (fiddle/violin), Chris Eldrige (guitar), Paul Kowert (bass), Bryan Sutton (guitar) und Noam Pikelny (banjo) veröffentlichte er sein 5. Album “How to Grow a Woman from the Ground“. 2007 änderte die Band zuerst ihren Bandnamen in “The Tensions Mountain Boys” und dann in “Punch Brothers“. Am 26. Februar 2008 veröffentlichten sie ihr erstes selbstbetiteltes Album “Punch Brothers“. Das zweite und aktuelle Album “Antifogmatic” erschien am 11. Juni 2010.

2008 nach dem Erscheinen von “Punch Brothers” veröffentlichte Thile zusammen mit dem Bassisten Edgar Meyer ausserdem noch ihr Debut-Album “Edgar Meyer & Chris Thile“.

Neben all seinen Aktivitäten ist der stets umtriebige Chris Thile aber auch als Studio-Musiker auf Aufnahmen von Bela Fleck, den Dixie Chicks, Kate Rusby, Julie Fowlis und Dolly Parton zu hören.

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Eivind Aarset kommt mit seinem Sonic Codex Quartett nach Deutschland

Freitag, 30. Juli 2010

Eivind Aarset

Eivind Aarset gehört zu den aufregendsten und kreativsten Musikern des Norwegischen Underground Jazz und wird als “innovativster Vordenker des zeitgenössischen Jazz” bezeichnet. Sein Debütalbum “Électronique Noire” wurde in der New York Times, dem amerikanischen Jazzmagazin Jazz Times und der britischen Publikation Jazzwise unisono als “eines der besten elektrischen Jazzalben der Post-Miles-Davis-Ära” gefeiert.

Eivind Aarsets musikalisches Schlüsselerlebnis war, als er als Zwölfjähriger erstmals auf Jimi Hendrix stieß. “Nachdem ich ihn gehört hatte, kaufte ich mir sofort eine Gitarre und legte los”, erinnert sich Aarset. Als nächstes zog ich mir Rockbands wie Deep Purple, Black Sabbath, Santana und Pink Floyd rein. Erst danach machte mich mein Bruder mit der Musik von Miles Davis, dem Mahavishnu Orchestra, Weather Report und Return To Forever bekannt. Später entdeckte ich durch Jan Garbarek den ECM-Sound, und natürlich beeinflusste mich Terje Rypdal sehr stark. Schließlich wurde ich flügge und ging mit einer Heavy-Metal-Band auf Tournee. Eine fantastische Erfahrung, bis ich die Nase davon voll hatte, jeden Abend den Wütenden zu markieren! Also stieg ich aus und schlug mich als Sessionmusiker durch.”

Eine wirklich eigene Instrumentalstimme begann Eivind Aarset aber erst zu entwickeln, als er in der Band Ab & Zu mitspielte. Der nächste Zwischenstopp war ein Ensemble des Saxophonisten Bendik Hofseth, der damals Michael Brecker bei Steps Ahead abgelöst hatte. Danach begab sich Aarset in den norwegischen Jazz-Underground, wo er den Keyboarder und Szene-Guru Bugge Wesseltoft kennen lernte und schließlich zu seiner eigenen Stimme, so wie wir sie heute kennen und schätzen, fand.

Für das norwegische “Maijazz“-Festival komponierte Aarseth im Winter 96/97 das Werk “7“. Im Sommer 97 überarbeitete er die Stücke, spielte sie neu ein, mixte sie nochmals ab und schuf so sein erstes Soloalbum “Électronique Noire“, das 1998 auf Wesseltofts jungem Label Jazzland Records erschien und auf Anhieb enthusiastisch gefeiert wurde. “Ein außerordentlicher Entwurf, das bis dato aufregendste Zeugnis einer verheißungsvoll brodelnden Szene” so urteilte das Magazin Jazzthetik begeistert. “Musik umgibt uns, immer und überall”, sagt Aarset. “Ich nehme diese Eindrücke auf und nutze die verschiedensten Elemente, ohne zu analysieren, wie Genre und Stil jetzt scheinbar korrekt zusammengehören. Mich interessieren experimenteller TripHop, Ambient, Drum’n'Bass, aber auch Pop, Rock und Modern Jazz. Auf ‘Électronique Noire’ ist der Computer neben meiner Gitarre das meistbenutzte ‘Instrument’. Der Großteil der Stücke besteht aus digitalisierten Improvisationen, die erst nachträglich geordnet wurden. Das Album bewegt sich zwischen Filmmusik, Meditationsmusik, düsteren Moods und Elektro- Sounds.” Kraftvolle, aber zugleich auch verstörend mysteriös anmutende Tracks machten deutlich, dass mit Eivind Aarset ein neuer zeitgenössischer Jazzer die Szene betreten hatte, der gewillt war, die Musik auf ein neues Level an Intensität, Tiefe und Erregung zu führen. Für manche war dies schon der Klang des heraufziehenden neuen Millenniums.

Entsprechend erwartungsvoll blickte die Jazzwelt der nächsten Veröffentlichung von Eivind Aarset entgegen, die er dann 2001 vorlegte: “Light Extracts“. Einmal mehr glich seine Musik einer Bestandsaufnahme des aktuellen Szenetreibens. Wieder kombinierte er die aufregendsten Klänge des zeitgenössischen Jazz mit kühnen Improvisationen und den Beats der europäischen Club-Kultur. “Wir haben im Februar 2000 im Studio aufgenommen, danach habe ich ein Jahr zu Hause geschnitten. Es läuft so: Wir gehen ins Studio, spielen lose mit Ideen und danach wird umfassend editiert und strukturiert. Später haben wir dann das Schlagzeug wieder live eingespielt – über den Edit – damit das Ganze wieder “loose” klingt! Es mag schon verrückt erscheinen es so zu machen, aber der Sound ist eben viel frischer.” Begleitet wird Eivind Aarset auf “Light Extracts” von Wibutee-Schlagzeuger Wetle Holte, Beady Belles Co-Mastermind Marius Reksjø am Bass, Keyboarder Arve Furset und dem dänischen Bassklarinettisten Hans Ulrik, den Eivind Aarset kennen lernte, als sie zusammen in Marylin Mazurs Band Future Song spielten. Als Gast ist auch wieder, wie schon auf ‘Électronique Noire’, Trompeter Nils Petter Molvær dabei.

“Was mich zu dieser Sorte Musik hinzieht, sind die hypnotischen Grooves und die musikalische Freiheit, die ich in ihr finde”, sagt Aarset. “Bei dem, was ich mache, gibt es keine etablierten Regeln und keine Tradition. Man schafft sich die Regeln, während man spielt, einfach selbst. Rhythmus ist der Dreh- und Angelpunkt dieser Musik, die Markierungspunkte in der Landschaft, durch die der Musiker reist. Wir betreten musikalisches Neuland, und ich habe keine Ahnung, wohin die Reise diese Szene letztendlich noch führen wird. Aber es gibt noch eine ganze Menge großartiger Klänge und neuer Musik zu kreieren, und das ist es, was diese Szene so aufregend macht.”

Light Extracts“, die jüngste Zwischenstation auf Eivind Aarsets musikalischer Odyssee, streift die Ketten gestriger Klänge ab, um die musikalische Evolution durch ständige Transformation voranzubringen. Die Klangmöglichkeiten der Zukunft sind noch lange nicht ausgeschöpft. Und es sind Musiker wie Aarset, die uns dies mit ihren Alben immer wieder vor Augen und Ohren führen. Als einer der gefragtesten norwegischen Musiker ist Eivind Aarset seit Jahren festes Mitglied von Nils Petter Molværs Band, die als erste die Klänge des norwegischen Jazz- Undergrounds ins europäische Rampenlicht rückte. Er sei “der vielseitigste Gitarrist”, den er kenne, hört man den norwegischen Trompeter oft über Aarset sagen. Auch an der Einspielung der beiden wegweisenden Molvær-Alben “Khmer” und “Solid Ether” war dieser beteiligt. Außerdem wirkte Eivind Aarset schon auf über 150 Alben von so unterschiedlichen Musikern wie Ray Charles, Dee Dee Bridgewater, Ute Lemper, Cher, Marilyn Mazur, Ketil Bjørnstadt, Mike Mainieri, Arild Andersen, Abraham Laboriel und Django Bates mit.

Quelle: munichx.de

Hier die Termine in Deutschland mit dem Sonic Codex Quartett:
14.08.2010: Würzburger Hafensommer
01.12.2010: Köln, Stadtgarten

Interessante Artikel zu Eivind Aarset:
Nordische Musik: Eivind Aarset – Angeschlossen an den Puls der Elektronik
Jazz Echo: Entfesselter Klangästhet
Jazz Echo: Eivind Aarset – Sonic Codex

Mehr Infos zu Eivind Aarset gibt’s hier:
Die offizielle Homepage von Eivind Aarset:
www.eivindaarset.com/flash_index.html
Eivind Aarset bei MySpace: www.myspace.com/eivindaarset

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Gilberto Gil: Neue Alben “BandaDois” und “Fe Na Festa” und “For All”-Tour 2010

Sonntag, 11. Juli 2010

Gilberto Gil

Kürzlich feierte der wohl bekannteste brasilianische Sänger und Gitarrist Gilberto Gil seinen 68. Geburtstag. Jedoch für den früheren Kulturminister Brasiliens kein Grund etwas leiser zu treten. Befreit von der politischen Bürde läuft Gilberto Gil zur Hochform auf. Gleich zwei neue Alben “BandaDois” und “Fe Na Festa” kamen am 9. Juli von ihm auf den Markt und ab nächster Woche wird er sicherlich bei seinen Live-Konzerten mit den brasilianischen “Forrós” für gute Musik und Stimmung in Deutschland sorgen.

Hier die Termine:
12.07.2010 Freiburg, Zelt-Musik-Festival
16.07.2010 München, Tollwood-Sommerfestival
23.07.2010 Zürich (Schweiz), Live at Sunset – Zürich Dolder Eisbahn
27.07.2010 Mainz, KUZ
29.07.2010 Berlin, Zitadelle Spandau
30.07.2010 Bonn, Museumsmeile

Gilberto Gil wird am 26. Juni 1942 als Gilberto Passos Gil Moreira in Salvador geboren. Schon im zarten Alter von drei Jahren träumt er davon, Musiker zu werden. Als er zehn ist, meldet sich Gil an einer Akkordeon-Akademie an. Mit 18 gründet er zusammen mit Freunden die Band “Os Desafinados (The Out of Tune)“, in der er Akkordeon und Vibraphon spielt. Inspiriert durch den in den 1950ern aufkommenden Bossa Nova und die Lieder von João Gilberto tauscht Gil das Akkordeon gegen die Gitarre. Anfang der 1960er fängt er an, zu komponieren. Neben seinem Betriebswirtschaftsstudium schreibt er zum Beispiel TV-Jingles.

1962 nimmt Gilberto Gil seinen ersten Song “Bem Devagar” mit der Vocal-Gruppe Três Baianas auf. Ende 1963 trifft er Caetano Veloso, der ein enger Freund und Weggefährte werden soll. Durch einen Fernsehauftritt im Sommer 1964 zusammen mit Maria Bethânia, Gal Costa und anderen bekommt die Karriere dieser Musiker einen Schub. Gil tritt bei dieser Show nicht nur auf, sondern hat neben Roberto Santana auch die musikalische Leitung übernommen.

Ein Jahr später zieht er, mit seinem Universitätsabschluss in der Tasche, nach São Paulo. Dort führt der Musiker ein regelrechtes Doppelleben: während er sich tagsüber als Trainee bei Gessy Lever ausbilden lässt, sind abends die edlen Bars der Stadt angesagt, in denen er weitere Künstler kennen lernt. In diesem inspirierenden musikalischen Umfeld geht Gil eine Partnerschaft mit den Lyrikern Capinan und Torquato Neto ein. Seinen ersten Fernsehauftritt hat er 1966 in der Musiksendung “O fino da bossa”, die von der Sängerin Elis Regina moderiert wird. Der Erfolg dieses Auftrittes gipfelt in einem Plattenvertrag mit Philips. Gil hängt seinen Job an den Nagel und zieht mit Frau und Tochter nach Rio. Im Mai 1967 erscheint endlich sein erstes Album, “Louvação“. Zu dieser Zeit machen sich die ersten Anzeichen einer Revolution der brasilianischen Musik und Kultur bemerkbar: der Tropicalismo mit den Vorreitern Gil und Caetano Veloso kommt auf.

Ende 1968 werden Gil und Veloso von der brasilianischen Militärregierung wegen ihrer kritischen Texte verhaftet und im Anschluss an einen mehrmonatigen Gefängnisaufenthalt für drei Jahre ins Exil nach London abgeschoben. Nach seiner Rückkehr engagiert er sich verstärkt in der afrobrasilianischen Bewegung.

Gilberto Gil reichert den Bossa Nova seiner Vorbilder souverän mit Rhythmen aus Rock’n'Roll und Reggae an wie kein anderer. 1998 erhält der brasilianische Künstler dafür einen Grammy in der Kategorie Weltmusik. Zudem hat der begnadete Sänger ein unfehlbares Gespür für einprägsame Melodien und Balladen.

Die gibt er auf seinen Platten zum besten, live glänzt er meist mit Breaks, synkopierten brasilianischen Trommelwirbeln, fetzigen Sounds und massig Rhythmus. So ist er zum bekanntesten und erfolgreichsten Musiker Südamerikas und Pionier der Weltmusik geworden.

Nach dem Ende der Militärdiktatur im Jahr 1985 intensiviert der Musiker sein politisches Engagement. Er wird 1989 Stadtrat von Salvador da Bahia, gründet 1990 die Umwelt-Organisation ‘Onda Azul (Blaue Welle)’ und unterstützt den heutigen Staatspräsidenten Luis Inacio “Lula” da Silva bei seinem Wahlkampf. Dieser beruft ihn Ende 2002 zum Kulturminister Brasiliens. Die Ernennung ist umstritten, da Gil kein Mitglied da Silvas Arbeiterpartei PT ist, sondern der Grünen Partei Brasiliens angehört.

Dennoch bleibt Gil im Amt, bis Präsident Lula Mitte 2008 sein bereits drittes Rücktrittsgesuch annimmt; zwei frühere Bitten um Entlassung hatte Lula wegen Unabkömmlichkeit des Ministers abgelehnt.

Quelle: F-Cat Productions

Verschiedene Artikel zu Gilberto Gil:
JazzEcho: Gilberto Gil spielt zum Tanz auf
Badische Zeitung: Gilberto Gil: “Auf dem Weg in ein milderes Zeitalter”

Mehr Infos zu Gilberto Gil gibt’s hier:
Die offizielle Homepage von Gilberto Gil: www.gilbertogil.com.br
Gilberto Gil bei YouTube: www.youtube.com/user/gilbertogilmusic
Gilberto Gil bei Warner Music: http://www.warnermusic.de/gilbertogil

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The Derek Trucks Band: Neues Album “Roadsongs” erscheint am 25. Juni

Mittwoch, 23. Juni 2010

 The Derek Trucks Band, Roadsongs

Ab 25. Juni wird “Roadsongs“, das neue Live-Doppel-Album der Derek Trucks Band auch hier in Deutschland in den Regalen stehen. Mit ihrer erfolgreichen CD “Already Free“, die 2009 sensationell auf Platz 19 in die amerikanischen Billboard-Charts einstieg, wurde die Derek Trucks Band Anfang 2010 mit einem Grammy in der Kategorie “Bestes Blues Album” ausgezeichnet. Derek Trucks, der junge Kopf der Band, zählt bereits heute mit zu den Top-Gitarristen weltweit.

Roadsongs” wurde an zwei Abenden in Chicago’s Park West aufgenommen. Auf dem Album sind einige der Derek Trucks Band-Klassiker zu hören, einige Stücke aus “Already Free“, Allen Toussaints “Get Out My Life Woman” und eine atemberaubende 14 Minuten-Version von “Afro Blue“, ein Song, der durch John Coltrane populär wurde.

Derek Trucks: Mit seinen 31 Jahren gehört der amerikanische Gitarrist bereits zu den aufregendsten und besten seiner Zunft. Mit 16 gründete er in seiner Heimat Jacksonville, Florida seine eigene Band, mit 20 durfte er Mitglied der legendären Allman Brothers – der Band seines Onkels Butch – werden und die grandiose Gitarren-Tradition von Duane Allman, Dicky Betts oder Warren Haynes fortsetzen. Und einige Jahre später präsentierte der große Eric Clapton den jungen Derek als Special Guest seiner Band. Dennoch hob Derek Trucks nicht ab, sondern blieb seiner eigenen Band treu, bei der er seine Vorliebe für verschiedene Genres pflegen kann. Durch sechs Alben und unzählige Konzerte hat Trucks eine Vielzahl an musikalischen Stilen erkundet -  Blues, Soul, Jazz und Weltmusik von Afro-Beat bis hin zu Qawwali, einer pakistanisch-indischen Musikform. Sein typisches elektrisierendes Slide-Gitarrenspiel wurde unverkennbar und brachte ihn als jüngsten Interpreten in die Top 100 der “Guitarists Of All Time” des amerikanischen “Rolling Stone”-Magazins.
Quelle: www.ndr2.de

Interessante Artikel zu Derek Trucks:
Jazz Zeitung: Der Junge mit der Gitarre
MCC Music & Cultur Club – Südtirol: Derek Trucks. Der Allman-Brother

Mehr Infos zu Derek Trucks gibt’s hier:
Die offizielle Homepage der Derek Trucks Band: www.derektrucks.com
Die Derek Trucks Band bei MySpace:
www.myspace.com/thederektrucksband
Derek Trucks bei Wikipedia (deutsch):
de.wikipedia.org/wiki/Derek_Trucks”

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